Cavemus e.V.

Wir geben Sicherheit.

CAVEO - Gewaltprävention für Erwachsene

Unser Schulungsmodell veranschaulicht die 3 aufeinander aufbauenden Module - SDT, BISS, BIK - des CAVEO-Systems für Erwachsene. Nachfolgend stellen wir Ihnen die Inhalte vor, die kategorisch zusammenfassbar sind als:

    ·         Selbst- und Fremdreflektion zum (speziellen) Thema,

    ·         Wahrnehmungsschulung und

    ·         Vermittlung verbaler und physischer Selbst- und Fremdschutztechniken.

Da die Inhalte der einzelnen Module (bes. SDT und BISS) bezüglich Ihrer Wirkung ineinander greifen, sollte selbst eine zeitlich modifizierte Schulung immer auf deren Kombination basieren.


CAVEO für Erwachsene                                        

> Kurzinhalte auf einen Blick?  Flyer-Download

    ·         SDT   -   Systemisches Deeskalationstraining

    ·         BISS  -   Begleitung in Stresssituationen (I-III)

    ·         BIK    -  Begleitung in Krisensituationen 

 

> Modul 1   SDT - Systemisches Deeskalationstraining   

     > Teilnahmevoraussetzungen: keine

Der Kurs ist auf einen Tag ausgelegt. Das Ziel dieses theoretisch orientierten Kurses ist die Vermittlung psychologischer Verhaltensmodelle für die frühzeitige Erkennung und zum kompetenten Begleiten von Stress- und Extremsituationen. Hierzu müssen das Entstehen aggressiver verbaler und physischer Handlungen verstanden und Deeskalationsstrategien erarbeitet werden. Dies erfolgt in 3 Hauptschritten:

    ·   Fremdreflektion - Auseinandersetzung mit unserem Gegenüber: Wir erörtern die äußeren und inneren Faktoren,             die zur Entstehung von Aggressionen und Gewalt bei unserem Gegenüber beitragen. Solche aggressionsauslösenden           Reize können vielfältig sein und hängen eng mit der Biographie und persönlichen Verfassung zusammen.

    ·    Selbstreflektion - Auseinandersetzung mit uns selbst: Anhand selbstgewählter Fallbeispiele aus dem Arbeitsalltag           analysieren wir die auf uns einwirkenden aggressionsauslösenden Reize und reflektieren unsere eigene Situations-             bewertung und unser Verhalten.                                                                                                            

        > Darstellung und Bewertung aller Verhaltensmuster in der selbsterarbeiteten DeEskalationsleiter

    ·    Handlungsalternativen erarbeiten - deeskalierend tätig werden: Basierend darauf erarbeiten wir dann                        individuelle Bewältigungsmöglichkeiten und lernen, uns von den Aggressionen unseres Gegenübers professionell                  abzugrenzen und uns auf seine aktuellen Bedürfnisse zu konzentrieren, um ihn über praxiserprobte Gesprächs-                  techniken zu erreichen und so die Situation positiv zu kontrollieren und eine (weitere) Eskalation zu  verhindern.

Im Rahmen dieser Hauptschritte erfolgt auch eine Auseinandersetzung mit den folgenden Themen:

    ·         Gewalt - Arten, Erleben und Leben von Gewalt

    ·         Selbstwertgefühl, Körpersprache, Wahrnehmung, Distanzen

    ·         rechtliche Grundlagen (zielgruppenspezifisch aufbereitet)

Die vermittelten klaren Verhaltensstrategien befähigen die Teilnehmer kritisch anmutende Situationen zu differenzieren und zu bewerten. Eine frühzeitige Eskalationserkennung ermöglicht den Teilnehmern, geeignete Deeskalationstechniken und -strategien zweckmäßig anzuwenden. 


> Modul 2   BISS - Begleitung in Stresssituationen (I-III)   

    > Teilnahmevoraussetzungen: Besuch des SDT-Kurses

Die Kurse sind auf je 2 Tage ausgelegt. Die im Modul SDT (Systemisches Deeskalationstraining) erworbenen kommunika-tionsbasierten Handlungsalternativen bilden die Grundlage zur praktischen Anwendung der BiSS-Seminare. Der Schwerpunkt liegt hierbei im toleranzüberschreitenden Bereich der DeEskalationsleiter, wobei die Kommunikation mit Begleitungstechniken des Selbst- und Fremdschutzes, angepasst auf verschiedene Gefahrensituationen, kombiniert wird. Unter Berücksichtigung psychologischer, physischer und rechtlicher Aspekte im Bereich der körperlichen Gewalt, werden den Teilnehmern in praktischen Trainingseinheiten geeignete Lösungsvorschläge und Möglichkeiten zur Bewältigung von Gewaltsituationen angeboten. Wobei zu betreuende Personen professionell begleitet und aus der Gefahrensituation geführt werden sollen. Durch die Teilnehmer werden verschiedene Situationen einzeln erarbeitet, in denen die Eigenkontrolle und das Abwehren von aggressiven und gewaltbereiten Personen praxisnah trainiert wird. Dabei werden keine klassischen Kampfsportsysteme, sondern speziell auf das Umfeld und die Tätigkeit der Teilnehmer angepasste Schutztechniken angeboten.

   >> BISS I  Grundlagentraining zu Selbst- und Fremdschutztechniken des CAVEO-Systems

    ·         Grenzen setzen bei Distanzunterschreitung

    ·         Schutz und Kontrolle in gewalttätigen Situationen

    ·         Begleitung in Gewaltsituationen

    ·         Abwehr gefährlicher Gegenstände

    ·         Zielgruppenrelevante rechtliche Aspekte

   >> BISS II  ist eine praxisorientierte Erweiterung zum BiSS I-Seminar, das sich thematisch auf die folgenden                                        Schwerpunkte konzentriert:

    ·         Grundlagentraining zu Selbst- und Fremdschutztechniken des CAVEO-Systems

    ·         Schutz Dritter vor Gewaltaktionen, insbes. mit gefährlichen Gegenständen

    ·         schonende Fixierung gewaltbereiter Personen

    ·         Zielgruppenrelevante rechtliche Aspekte

   >> BISS III  ist eine zweite praxisorientierte Erweiterung basierend auf den in BiSS I und II gelegten Grundlagen                                  und fokussiert sich thematisch wie folgt:

    ·         Grundlagentraining zu Selbst- und Fremdschutztechniken des CAVEO-Systems

    ·         Eigen- und Fremdschutz im direkten Arbeitsumfeld (Inhouse-Situationstrainings)

    ·         Eigen- und Fremdschutz in privaten und öffentlichen Bereichen (bei Ausflügen etc.; Situationstrainings an öffentlichen          Orten)

    ·         Zielgruppenrelevante rechtliche Aspekte


> Modul 3   BIK - Begleitung in Krisensituationen

    > Teilnahmevoraussetzungen: Besuch von SDT und BISS (I)

Der Kurs ist auf einen Tag (+ Zusatztag) ausgelegt. Das Seminar BIK - Begleitung in Krisensituationen fokussiert Großlagen, wie beispielsweise Amokläufe, ist somit ganz klar im toleranzüberschreitenden Bereich der DeEskationsleiter anzusiedeln und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil werden

    ·         psychologische Abläufe bei Betroffenen

    ·         eigenes Stressleben und -erleben

    ·         psychologische und taktische Vorgehensweisen von Tätern

    ·         psychologische und taktische und räumliche Vorgehensweisen von Einsatzkräften

    ·         relevante rechtliche Grundlagen

    ·         Aufarbeitungsmöglichkeiten nach einer Krisensituation

vorgestellt und vertieft. Im praktischen Teil liegt der Schwerpunkt im professionellen Eigen- und Fremdschutz. Hierbei werden geeignete Lösungsvorschläge und Möglichkeiten zur Bewältigung von Krisensituationen, unter Berücksichtigung von psychologischen, physischen und rechtlichen Aspekten, vermittelt. Wir arbeiten nicht mit klassischen Kampfsportsystemen, sondern mit berufsgruppenspezifischen Techniken und Strategien, die es ermöglichen Kunden, Mitarbeiter oder Schützlinge und sich in dieser Gefahrensituation professionell zu schützen und aus der Situation zu führen. Die Teilnehmer erarbeiten sich einzelne Situationen und lösen diese (unter Anleitung und mit anschließender Gruppenreflektion) in diversen Situationstrainings durch die erlernten Techniken des Selbst- und Fremdschutzes.

Zusatztag: An diesem würden wir, aufbauend auf den BIK-Kurs eine Großlage, wie beispielsweise einen Amoklauf, praktisch üben, sprich die erlernten Techniken und Strategien im Feld anwenden.